Unfallkosten steuerlich geltend machen

In Deutschland ist eine KFZ Versicherung Pflicht. Sie bewahrt den Versicherten insbesondere durch die KFZ Haftpflichtversicherung vor größerem finanziellem Schaden gegenüber Dritten, Personen und Gegenständen. Dagegen sieht es bei den Wiederherstellungskosten für den eigenen PKW oft ganz anders aus. Wer keine Teilkasko oder Vollkaskoversicherung hat, muss oftmals die Reparatur selbst zahlen, sofern die eigene oder fremde KFZ Versicherung des Unfallbeteiligten den Schaden nicht reguliert.

Wie das Onlineportal Check24 mitteilt, ist es bei Unfallkosten, die nicht von der KFZ Versicherung reguliert wurden unter Umständen möglich, dass diese steuerlich geltend gemacht werden können. Die steuerliche Absetzbarkeit hängt davon ab, ob der Unfall auf einer beruflichen Fahrt geschehen ist. Dies gilt auch bei Fahrten zur Arbeitsstelle und zurück. In diesem Fall können die selbst gezhalten Unfallkosten in der Steuererklärung angegeben werden und als Ausgaben vom Finanzamt berücksichtigt werden. Die Prüforganisation GTÜ verweist darauf, dass die Kosten unbedingt als Werbungskosten in der Steuererklärung angegeben werden müssen, damit diese vom Finanzamt anerkannt werden.

In bestimmten Situationen zahlen viele Versicherte die Unfallkosten selbst, nämlich dann, wenn diese relativ gering sind und bei Meldung der KFZ Versicherung eher Nachteile entstehen würde. So ist damit zu rechnen, dass die Schadensfreiheitsklasse abgestuft wird und die jährlichen Beiträge bei der KFZ Versicherung durch den gemeldeten Unfall steigen. Gerade bei kleineren Schäden wäre dies eine Milchmädchenrechnung, weshalb in diesen Fällen die Unfallschäden meist nicht von der KFZ Versicherung reguliert werden. Durch die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit bei beruflichen Fahrten oder solchen, die auf dem Hin- und Rückweg zur Arbeitsstelle erfolgen, kann es sogar sein, dass man sich bei dieser Variante günstiger stellt.

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